{"id":240,"date":"2013-07-16T10:24:07","date_gmt":"2013-07-16T08:24:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schallhorn.com\/wordpress\/?p=240"},"modified":"2013-07-16T10:27:57","modified_gmt":"2013-07-16T08:27:57","slug":"240","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schallhorn.com\/?p=240","title":{"rendered":"Geographieunterricht in der pluralistischen Schule"},"content":{"rendered":"<p><b>\u00a0<\/b><\/p>\n<p><b>\u00a9 Eberhard Schallhorn<\/b><\/p>\n<p><em>Auch wenn unsere Sch\u00fcler alt werden, erinnert sich niemand seiner Lehrer, wie denn das Ged\u00e4chtnis der Wohltaten ohnehin nicht lange zu dauern pflegt; manche lohnen mit Undank, wie Nero. Auch die Eltern der Sch\u00fcler sch\u00e4tzen uns nicht h\u00f6her als diese selbst. Sie denken nicht daran, dass sie die Sorge f\u00fcr ihre Kinder auf\u00a0 uns abgeladen haben. Ist uns doch Unterricht und Erziehung des Knaben in ihrer ganzen Breite, mit allen ihren K\u00fcmmernissen und Gefahren, auf die Schulter gelegt, w\u00e4hrend sie zuhause ungest\u00f6rt ihren Gesch\u00e4ften nachgehen. (&#8230;) Vergleicht man alle Berufe des Lebens mit unserem, so wird die Summe der \u00dcbel nirgends so gro\u00df sein, ja ich wage die Behauptung: wir sind von allen Sterblichen am \u00fcbelsten daran, denn wir haben die h\u00e4rteste Arbeit, leben in k\u00fcmmerlichen Verh\u00e4ltnissen und m\u00fcssen uns noch mit Verachtung behandeln lassen, nicht nur von unseren Sch\u00fclern, auch von ihren Eltern, schlie\u00dflich von denen, um die wir uns besondere Verdienste erworben haben.<\/em><\/p>\n<p>Dieser Auszug aus der \u201eRede von den Leiden der Lehrer\u201c (<i>De miseriis paedagogorum oratio<\/i>) von Philipp Melanchthon (1497-1564), des \u201ePraeceptor Germaniae\u201c und Gef\u00e4hrten Luthers, aus dem Jahre 1533 (zit. nach: Schwab 1997, S. 161 f.) scheint nicht ganz aus einer anderen Welt: Die Leiden sind heute andere, aber Leiden geblieben. Es klingt nur etwas anders:<\/p>\n<p>(&#8230;) Du hast Aufsicht!<\/p>\n<p>(&#8230;) Das hab ich vollkommen vergessen! Schnell (&#8230;) drehe (ich) um und renne die 500 Meter bis zum Altbau, Flur A1, Unterstufentrakt. Die schwere B\u00fcchertasche habe ich zu allem \u00dcberfluss auch noch dabei. Auf A1 hat sich der Inhalt der vier F\u00fcnferklassen schon auf den Flur ergossen. Ein un\u00fcberschaubares Gedr\u00e4nge, Gerenne, Geschubse und Geschrei. (&#8230;) Sofort sehe ich die Katastrophe. Ein Sch\u00fcler liegt verletzt am Boden. Windet sich vor Schmerz. Ein anderer kniet vor ihm. Oder auf ihm. Ein kleiner Halbkreis hat sich um die beiden gebildet. Ich lasse meine Tasche fallen, st\u00fcrze hin, schiebe die Herumstehenden beiseite. Was ist passiert? Er antwortet nicht. Das Gesicht schmerzverzerrt. Bis du verletzt? Keine Antwort. Ich knie mich auf den Boden und versuche ihn vorsichtig ein wenig auf die Seite zu rollen, da springt er mit einem lauten Kampfschrei hoch und verschwindet in der Menge. Die Umstehenden grinsen und drehen ab. (&#8230;) Ich suche auf dem Flur nach meiner Tasche. Jemand hat ihr einen Tritt verpasst; sie liegt irgendwo in einer Ecke, ein Buch und ein paar lose Bl\u00e4tter sind herausgerutscht. Rasch sammle ich alles vom Boden auf und stopfe es wieder hinein. Dann gehe ich in den Unterricht. Philosophie in der 12. Klasse, Kants Ethik. (Bayerwaltes 2002, S. 19-21.)<\/p>\n<p>Dass sich \u201eSchule\u201c von dem griechischen Wort f\u00fcr \u201eMu\u00dfe\u201c ableitet, ist heute weitgehend vergessen. Einst war sie der Ort, an dem Angeh\u00f6rige der Polis von der Erledigung anderer Tagesgesch\u00e4fte freigestellt waren, um sich geistiger Bildung hinzugeben. Die r\u00e4umliche Trennung vom Tagesgeschehen war Symbol f\u00fcr die anzustrebende innere Distanz zu ihm, die dazu dienen sollte, das Leben aus angemessener geistiger Entfernung wahrnehmen und es reflektieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Heute ist Schule der Raum, in dem es (meistens) der Staat dem jungen Menschen zun\u00e4chst erm\u00f6glicht, der gesetzlichen Schulpflicht nachzukommen. Um im sp\u00e4teren Leben als Erwachsener erfolgreicher sein zu k\u00f6nnen, erscheint es notwendig zu sein, m\u00f6glichst lange, auch \u00fcber die Schulpflicht hinaus, in dieser Institution zu verbringen. Je l\u00e4nger die Schule besucht wird, desto h\u00f6her ist die Qualifikation, die dem Sch\u00fcler bescheinigt wird. Die h\u00f6chste erreichbare schulische Qualifikation ist in Deutschland das Abitur mit der damit verbundenen allgemeinen Hochschulreife, die zum Studium an der wissenschaftlichen Hochschule berechtigt. Dem Sch\u00fcler mit Abitur steht \u201edie Welt\u201c offen. Ohne Abitur ist die freie Berufswahl deutlich eingeschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>Die Konsequenz aus dieser schlichten Feststellung ist, dass nicht nur eine bestimmte Gruppe junger Menschen die Schulen besuchen, die letztlich zum Abitur f\u00fchren, n\u00e4mlich die F\u00e4higsten von ihnen, sondern m\u00f6glichst viele eines Jahrgangs. Das wird vom Staat gest\u00fctzt, denn aufgrund einer im Ausland anderen Bildungsorganisation und anderen demographischen oder infrastrukturellen Gegebenheiten ist die Abiturientenquote dort manchmal h\u00f6her als in Deutschland. Weil aber die Abiturientenquote gleichgesetzt wird mit Pr\u00e4dikaten f\u00fcr ein ganzes Volk wie \u201eerfolgreich\u201c, \u201eklug\u201c, \u201eintelligent\u201c (vgl. Georg Picht, nach Adam 2002, S. 61), soll die deutsche Abiturientenquote in etwa gleich hoch sein wie die in anderen L\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Nach Angaben der OECD besuchten im Jahre 2000 in Deutschland 36,8% der Bildungsteilnehmer im Sekundarbereich II den allgemeinbildenden Bildungsgang (entspricht dem allgemeinbildenden Gymnasium in Deutschland). Von allen 31 OECD-Staaten waren die Anteile in 15 Staaten h\u00f6her (max. Kanada mit 90,9%) und nur in 12 Staaten geringer als in Deutschland (min. Tschechien 18,6%). F\u00fcr zwei OECD-Staaten lagen keine Angabe vor. Der OECD-Durchschnitt betrug 48,3%. (Organisation f\u00fcr wirtschftliche Zusammenarbeit 2002, S. 262.)<\/p>\n<p>Daraus folgt, dass in der heutigen Schule die Sch\u00fclerschaft \u201epluralistisch\u201c ist wie die Gesellschaft. Das bedeutet einerseits, dass die Herkunft, Individualit\u00e4t und Ziele der Sch\u00fcler vielf\u00e4ltig wie nie zuvor sind, dass oft gar nicht die Sch\u00fcler die Schule besuchen wollen, sondern ihre Eltern im Glauben, ihrem Kind das Beste zu bieten, ihren Willen durchsetzen.<\/p>\n<p>Andererseits ist die Schule selbst nur einer von zahlreichen Sozialisationsfaktoren und sicherlich der ma\u00dfgebliche, der die jungen Menschen heute beeinflusst &#8211; steht also neben der eigene Clique, dem Fernsehen, dem Vereine, neben Idolen oder Idealen etc. (vgl. Giesecke 1996, S. 119). Der Lehrer und die Schule insgesamt m\u00fcssen sich auf diesen Pluralismus einstellen. Eigentlich ist jeder Sch\u00fcler anders, und was f\u00fcr die Sch\u00fcler erkannt ist, gilt inzwischen auch f\u00fcr die Lehrer: Jeder ist eine eigene Pers\u00f6nlichkeit mit ihren Schw\u00e4chen und St\u00e4rken, jeder hat eine andere Berufsauffassung, einen anderen erzieherischen Impuls.<\/p>\n<p>Deutlich bleiben muss nur, dass die Schule, was immer in ihr geschieht, ein besonderer sozialer Ort f\u00fcr die Sch\u00fcler ist, sonst brauchen wir sie nicht. (Giesecke 1996, S. 231.)<\/p>\n<p>Ein Schulfach wie Geographie wird daher je nach Sch\u00fclerschaft und Lehrer unterschiedlich unterrichtet und wahrgenommen werden m\u00fcssen. Es muss als Schulfach angemessen vertreten sein, darf sich aber doch nicht in seine Fachlichkeit einigeln, sondern muss auch dazu bereit sein, seine Inhalte in der Schul\u00f6ffentlichkeit darzulegen. Das gilt sicherlich nicht erst seit den Bem\u00fchungen um verst\u00e4rkte Au\u00dfenwirkung der Schule im Rahmen der \u201eInneren Schulreform\u201c, sondern ist eine eigentlich selbstverst\u00e4ndliche Maxime f\u00fcr lebendige Schule.<\/p>\n<p><b>Geographische Inhalte in allen F\u00e4chern<\/b><\/p>\n<p>So lange geographische Inhalte von anderen Fachbereichen, von der \u00d6ffentlichkeit und von der Bildungspolitik zwar bedeutsam f\u00fcr die Allgemeinbildung angesehen wurden, aber doch nur als \u201eweniger wichtig\u201c in dem Nebenfach Geographie angemessen gut aufgehoben zu sein schienen, war auch das Abbr\u00f6ckeln der Anteile des Faches in den Stundentafeln der Schule nicht weiter beachtenswert. Als mit dem sich verst\u00e4rkenden Umweltbewusstsein seit den 1970er Jahren \u00f6kologische Inhalte immer st\u00e4rker in der Schule unterrichtet wurden &#8211; zun\u00e4chst, ohne Anbindung an die Vorschriften des Lehrplanes, nur von engagierten Lehrern &#8211;\u00a0 sahen pl\u00f6tzlich alle F\u00e4cher die Notwendigkeit, sich dieser neuen Unterrichtsinhalte anzunehmen. Nicht nur die naturwissenschaftlichen F\u00e4cher Chemie, Physik und Biologie behandelten \u00f6kologische Inhalte, die, sobald sie sich auf den \u201eRaum\u201c bezogen eigentlich geographische sind, sondern auch die philologischen F\u00e4cher bezogen \u00fcber die Textarbeit Inhalte dieser Art in die Unterrichtsarbeit ein. Eigentlich geographische Themen fanden sich also in vielen F\u00e4chern wieder, beispielsweise Hydrologie in der Chemie, Bodengeographie in der Biologie, Klimageographie in der Physik; die Regionalgeographie Gro\u00dfbritanniens, der USA oder Frankreichs wird im Englisch- bzw. Franz\u00f6sischunterricht anhand fremdsprachlicher Texte behandelt. Der Deutsch-, Religions- oder Ethikunterricht besch\u00e4ftigt sich mit literarischen Darstellungen oder den ethischen Fragen der Umweltbelastung oder der Massentierhaltung, im Rahmen der Landschaftsbeschreibung mit der Sch\u00f6nheit von Landschaften oder anhand fiktionaler Texte mit der existenziellen Bedrohung des Menschen durch die Industrialisierung, z. B. in Jeremias Gotthelfs \u201eDie schwarze Spinne\u201c oder des St\u00e4dtewachstums in der Lyrik des Expressionismus.<\/p>\n<p>Hinzu kam, dass in den 1980er Jahren eine neue Hinwendung zu einer allerdings eher historisch gepr\u00e4gten Landeskunde erfolgte. In Baden-W\u00fcrttemberg beispielsweise wurden allerorts lokale landeskundliche\u00a0 Arbeitsgemeinschaften gegr\u00fcndet, die sich fortan mit der Geographie des Heimatraumes besch\u00e4ftigten und auch Materialien f\u00fcr den Unterricht &#8211; nicht nur den Geographieunterricht &#8211; erarbeiten sollten. In diesem Bundesland wurde sogar f\u00fcr die Klassen 5 und 6 ein neues Unterrichtsfach \u201eNaturph\u00e4nomene\u201c eingerichtet, in dem im Wesentlichen die naturkundlichen \u201eExperimente\u201c durchgef\u00fchrt wurden, die bis dahin eigentlich ihren Platz im Geographieunterricht h\u00e4tten haben sollen. Denn inzwischen war durch die Lehrerausbildungsverordnung der Fachlehrer Geographie oftmals so weit von der naturwissenschaftlichen Seite seines Faches abgelenkt worden, dass er sich die Unterrichtung der naturwissenschaftlich-geowissenschaftlichen Inhalte im Unterricht oft nicht mehr zutraute. Allerdings erschien es\u00a0 vielen Fachlehrern aufgrund eigener Pr\u00e4ferenzen &#8211; verst\u00e4rkt durch die erlaubte F\u00e4cherkombination &#8211; wohl auch einfacher, ihren Geographieunterricht auf die kulturgeographischen Anteile m\u00f6glichst nahe am eingef\u00fchrten Lehrbuch zu beschr\u00e4nken.<\/p>\n<p>Damit zerfaserten die geographischen Inhalte im F\u00e4cherkanon der Schule. Von Seiten der Bildungspolitik wurde dem Rechnung getragen, indem man \u201efach\u00fcbergreifende\u201c Inhalte definierte und \u201ef\u00e4cherverbindenden\u201c Unterricht im Lehrplan vorsah. Dass der im t\u00e4glichen Schulalltag aufgrund des festen Organisationsschemas der Schulvormittags dann oftauf der Strecke blieb, steht auf einem anderen Blatt.<\/p>\n<p>Der Geographielehrer sah und sieht diese Entwicklung mit einem lachenden und weinenden Auge zugleich. Einerseits sieht er geographische Inhalte als \u00fcberragend wichtig anerkannt, ohne dass aber \u201esein\u201c Fach daraus direkten Nutzen z\u00f6ge, d.h. gest\u00e4rkt w\u00fcrde. Andererseits sieht er viele von den geographischen Inhalten, denen er hohe Bildungsbedeutung zumisst, zwar nicht in seinem Fach, so doch im Unterricht f\u00fcr seine Sch\u00fcler vertreten. Der Wermutstropfen ist die Einsicht, dass damit oft schwierige geographische Inhalte auch fachfremd unterrichtet werden.\u00a0 Als Ausweg aus diesem Dilemma bietet es sich dem Fachlehrer an, seine geographische Kompetenz dem jeweiligen Kollegen zur Verf\u00fcgung zu stellen und kooperativ zu unterrichten. Inwieweit das bei zunehmender Belastung des Lehrers durch die Unterrichts- und Erziehungsarbeit ohne sp\u00fcrbare Entlastung an anderer Stelle m\u00f6glich ist, muss von Fall zu Fall individuell entschieden werden.<\/p>\n<p><b>Klassenfahrten<\/b><\/p>\n<p>Im Zusammenhang mit der angesprochenen Entwicklung, dass geographische Inhalte aus dem Fach in einen \u201ef\u00e4cherverbindenden\u201c Bereich verschoben werden, ist in Betracht zu ziehen, bei m\u00f6glichst vielen Gelegenheiten im Schulalltag auch geographische Inhalte anzusprechen und fachgerecht zu behandeln.<\/p>\n<p>So lassen sich beispielsweise in das Programm von Landschulheimaufenthalten in der Regel ohne gro\u00dfen Aufwand geographische Inhalte einbauen, bei denen die Sch\u00fcler erfahrungsgem\u00e4\u00df auch hohes Interesse zeigen. Schon bei der Anfahrt sollte der Geographielehrer den Sch\u00fclern Informationen zu den durchfahrenen Landschaften geben.<\/p>\n<p>Es bieten sich beim Aufenthalt mit der Klasse einfache praktische Untersuchungen aus allen Teilgebieten der Geographie an. Gesteine der Umgebung k\u00f6nnen gesammelt und bestimmt werden. Daraus k\u00f6nnen Schl\u00fcsse \u00fcber die Landschaftsgeschichte gezogen werden. Wetterbeobachtungen mit der Aufgabe, das Wetter f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag vorherzusagen, k\u00f6nnen in Form eines Wettbewerbes durchgef\u00fchrt werden: Wer hat das Wetter genauer vorhergesagt, unsere Gruppe oder der Wetterbericht? Bodenuntersuchungen k\u00f6nnen mit einfachen Indikatoren auch \u201eauf Reisen\u201c durchgef\u00fchrt werden, viel versprechende oder fragliche Proben werden in die Schule mitgenommen und im Chemielabor zusammen mit dem Chemielehrer untersucht. Befragungen der Einheimischen des Nahraumes geben oftmals geradezu packende Hinweise auf eine bewegte Geschichte der Genese der Kulturlandschaft. Das Interview mit dem B\u00fcrgermeister der Gemeinde kann dazu f\u00fchren, die Gemeinde nicht nur als Aufenthaltsort wahrzunehmen, sondern auch ihre Struktur und Funktion oder ihre aktuellen Schwierigkeiten zu erkennen. Eine Dokumentationsgruppe kann die einzelnen T\u00e4tigkeiten in Wort und\/oder Bild festhalten, ein Bericht \u00fcber den Landschulheimaufenthalt schlie\u00dflich alle Ergebnisse im Zusammenhang darstellen und eine wertvolle Erinnerung nicht nur an diese Klassenfahrt, sondern an die Schulzeit insgesamt werden. Am Schluss des Landschulheimaufenthaltes kann eine kleine Veranstaltung organisiert werden, bei der der Spa\u00df nicht zu kurz kommen sollte, aber zugleich die Ergebnisse der Gruppenarbeiten pr\u00e4sentiert werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Studienfahrten k\u00f6nnen durch geographische Aufarbeitung vor- und nachbereitet werden. Sch\u00fcler k\u00f6nnen die Stadtf\u00fchrung \u00fcbernehmen, die auch themabezogen sein kann. Wenn man sich rechtzeitig an die jeweilige Stadtinformation wendet, erh\u00e4lt man Informationen, die sich meistens auch geographisch auswerten lassen. Bei Auslandsaufenthalten kann man sich an die Botschaft des jeweiligen Landes wenden.<\/p>\n<p>Auch internationale Sch\u00fcleraustauschma\u00dfnahmen lassen sich auf diese Weise mit geographischem Inhalt beleben und anreichern. Hier bietet sich dar\u00fcber hinaus der gro\u00dfe Vorteil, dass die Gruppen mit Sch\u00fclern beider Nationalit\u00e4ten besetzt werden k\u00f6nnen und die Sch\u00fcler bei der gemeinsamen Arbeit und der Pr\u00e4sentation in besonders guten Kontakt untereinander kommen. Im Rahmen eines deutsch-polnischen internationalen Sch\u00fcleraustausches hat der Autor gerade in dieser Hinsicht besonders positive Erfahrungen gesammelt.<\/p>\n<p>Als die Schulstadt eine Partnerschaft mit einer franz\u00f6sischen Gemeinde bei Paris einging, unternahmen die Sch\u00fcler\/innen des Leistungskurses Geographie eine Studienfahrt dorthin. Sie wollten die neue Partnerstadt zu Hause vorstellen. In einem Gespr\u00e4ch stellte der franz\u00f6sische B\u00fcrgermeister seine Stadt vor. Daraufhin diskutierten die Sch\u00fcler die Untersuchungsmethode. Man einigte sich auf das Thema \u201eWohngebiete in unserer Partnerstadt\u201c. Aufgrund der Informationen, die der B\u00fcrgermeister gegeben hatte, wurden f\u00fcnf verschiedene Wohngebiete ausgesucht. Je eine Gruppe\u00a0 bekam die Aufgabe, insbesondere durch Befragung\u00a0 &#8211; nicht durch Literaturarbeit &#8211; herauszufinden, welche Menschen in ihrem Wohngebiet wohnen: Sozialer Stand, Herkunft, Arbeitsst\u00e4tten etc. .\u00a0 Die Sch\u00fcler besuchten einen Tag lang\u00a0 \u201eihr\u201c Wohngebiet und befragten die Bewohner. Einer photographierte. Die Ergebnisse der Arbeit wurden noch w\u00e4hrend des Aufenthaltes gesichtet; bei Unklarheiten konnte am n\u00e4chsten Tag \u201enachgefasst\u201c werden. Zu Hause wurden die Ergebnisse zu einer Ausstellung aufgearbeitet, die im Rathaus der Bev\u00f6lkerung zug\u00e4nglich gemacht wurde. Die lokale Zeitung berichtete.<\/p>\n<p><b>Exkursionen <\/b><\/p>\n<p>Exkursionen sind k\u00fcrzer als Sch\u00fclerfahrten und von vornherein themabezogen.\u00a0 Bei ihnen empfiehlt sich ein \u00e4hnliches Verfahren wie bei den Sch\u00fclerfahrten: Aufteilung in Arbeitsgruppen, Dokumentation und Pr\u00e4sentation. Da das Thema feststeht, sollten sich \u201eExperten\u201c f\u00fcr ausgew\u00e4hlte Inhalte besonders vorbereiten und ihr Wissen in die Erarbeitung des Themas \u201evor Ort\u201c einbringen. Es wird bei der Vorbereitung oft vergessen, die Sch\u00fcler auf eigentlich Selbstverst\u00e4ndliches hinzuweisen: Ein Schreibger\u00e4t ist ebenso mitzunehmen wie Notizpapier (am besten ein Heft) auf fester Schreibunterlage. Jeder Standort ist genau festzulegen, die Namen von Informanten und ihre Funktion sind richtig zu notieren. Notfalls darf man keine Hemmungen haben nachzufragen. Alle Informationen m\u00fcssen zun\u00e4chst mitgeschrieben werden; die Auswahl kann dann bei der Ausarbeitung in Ruhe getroffen werden. Bei qualitativen, prozentualen oder Index-Angaben sollte die genauen Zahlen erfragt werden. Also beispielsweise nicht: \u201eHoch\u201c und \u201ewenig\u201c, sondern die genaue Angabe in Ma\u00df und Zahl erfragen und notieren. Oder: Wie viel betr\u00e4gt die Steigerung von 37 % in absoluten Zahlen? Die Entscheidung, ob beim Exkursionsbericht die absolute oder prozentuale Angabe die aussagekr\u00e4ftigere ist, sollte im Zusammenhang des Berichts entschieden werden.<\/p>\n<p>Wenn Kollegen anderer Fachbereiche Exkursionen anbieten, kann der Fachbereich Geographie ebenfalls seine Unterst\u00fctzung anbieten. Hier gelten allerdings auch die o.a. Einschr\u00e4nkungen wegen der\u00a0 Mehrbelastung.<\/p>\n<p><b>Lehrerausfl\u00fcge<\/b><\/p>\n<p>Was spricht eigentlich dagegen, dass der Fachkollege von der Geographie dem Kollegium w\u00e4hrend des Lehrerausflugs Erl\u00e4uterungen gibt zur Genese und Struktur der durchfahrenen Landschaften? Wenn dies rechtzeitig mit dem Programm angek\u00fcndigt wird, kann sich jeder darauf einstellen. Die Erl\u00e4uterungen werden das breite Spektrum geographischer Inhalte darstellen k\u00f6nnen und\u00a0 selbst bei denen, die den Ausf\u00fchrungen nur wenig abgewinnen k\u00f6nnen, zumindest einen Eindruck von der Vielfalt und der synthetischen Methode der Geographie hinterlassen.<\/p>\n<p>Wenn die Fachschaft Geographie f\u00fcr das Kollegium die Besichtigung eines Steinbruchs, eines Schaubergwerkes, eines landwirtschaftlichen oder Industriebetriebes organisiert, so tr\u00e4gt das dazu bei, dem Fach Geographie insgesamt an der Schule zu einer starken Stellung zu verhelfen. Es gibt Fachschaften Geographie, die kein Schuljahr verstreichen lassen, ohne wenigstens eine mehrt\u00e4gige eigene Exkursion zu einer geographischen Institution oder in eine bestimmte Region\u00a0 unternommen zu haben &#8211; nicht nur w\u00e4hrend der Schulzeit. Wenn das dann unter der \u00dcberschrift \u201eSchulinterne Lehrerfortbildung\u201c im Rahmen der erw\u00fcnschten \u201eInneren Schulreform\u201c erfolgt, wird die Unternehmung auch von der Aufsichtsbeh\u00f6rde gerne akzeptiert.<\/p>\n<p><b>Ausstellungen<\/b><\/p>\n<p>Geographische Ausstellungen lassen sich im Schulgeb\u00e4ude in vielf\u00e4ltiger Weise verwirklichen. Au\u00dfer der Ausstellung der Arbeitsergebnisse, die\u00a0 w\u00e4hrend eines Sch\u00fclerausfluges oder einer Exkursion erzielt wurden (s.o.), sind beispielsweise auch Ausstellungen mit geographischen Inhalten bei anderen F\u00e4chern anzuregen. Bekannt sind die guten Ergebnisse des Arbeitsauftrages im Kunstunterricht \u201eZeichnet \/ Malt eine Insel nach eurer Vorstellung!\u201c; das kann in realer Darstellung oder als Kartenbild verwirklicht werden. Auch die Umsetzung einer Landschaftsphotographie in eine topographische Karte oder umgekehrt kann im Kunstunterricht mit gro\u00dfem Erfolg durchgef\u00fchrt und das Ergebnis in Form einer Ausstellung pr\u00e4sentiert werden. In h\u00f6heren Klassen w\u00e4ren Portr\u00e4ts von Menschen fremder L\u00e4nder denkbar &#8211; mit dem Ziel, die Einsicht zu gewinnen, dass der vermeintliche \u201eAusl\u00e4nder\u201c keiner ist, der wie der nette Nachbar Aussehende aber noch keinen deutschen Pass hat.<\/p>\n<p>Im Deutschunterricht k\u00f6nnten die\u00a0 Sch\u00fcler die topographischen Angaben in einem fiktiven Text zu einer Karte umsetzen, wie es bei der Lekt\u00fcre von Schillers Schauspiel\u00a0 \u201eWilhelm Tell\u201c schon sehr oft geschieht. Der Englischunterricht k\u00f6nnte die Sch\u00fcler dazu anregen, etwa die Vielfalt der Millionenstadt New York in Postern einzufangen und sie auszustellen. Die Sch\u00fcler k\u00f6nnten anderen, die die Ausstellung besuchen, ihre Poster auf Englisch erl\u00e4utern.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr die naturwissenschaftlichen F\u00e4cher sind vielf\u00e4ltige geographische Themen f\u00fcr Ausstellungen denkbar:<\/p>\n<p><strong>Biologie z. B. :<\/strong><br \/>\nBodeng\u00fctekartierung<br \/>\nWaldschadenskartierung<br \/>\nKartierung von Nistpl\u00e4tzen<br \/>\n<strong>Chemie z. B. :<\/strong><br \/>\nGew\u00e4sserg\u00fcteuntersuchung<br \/>\nBodenchemismus<br \/>\nLuftuntersuchung<br \/>\n<strong>Physik z. B. :<\/strong><br \/>\nAstronomische Gr\u00f6\u00dfenverh\u00e4ltnisse<br \/>\nErdmagnetismus<br \/>\nSchallmessungen<\/p>\n<p>Selbst das Schulfach Musik k\u00f6nnte zur geographischen Vielfalt beitragen durch ein Konzert \u201eLieder der Welt\u201c, was wiederum in Verbindung mit dem Geographielehrer denkbar ist, der die Lage der L\u00e4nder, aus denen die Lieder stammen, auf einer Karte markiert und vielleicht auch Hinweise zum Inhalt des jeweiligen Liedes geben kann.<\/p>\n<p>Eine besonders aufwendige, gleichwohl auch lohnende Aufgabe ist es, wenn\u00a0 eine ganze Schule ihre Aktivit\u00e4ten w\u00e4hrend eines Schuljahres unter ein geographisches Motto stellte, und wenn es nur ein Kontinent w\u00e4re, der im Mittelpunkt aller Veranstaltungen st\u00fcnde: Jedes Fach w\u00fcrde versuchen, durch einen eigenen spezifischen Beitrag den Kontinent vorzustellen.<\/p>\n<p>Neben den hauseigenen Ausstellungen sind von den Umweltverb\u00e4nden, den Kirchen (Miserior, Brot f\u00fcr die Welt) oder Ministerien oft Ausstellungen zu geographischen Themen abrufbar, die allerdings in der Regel entweder selbst abgeholt oder f\u00fcr die Transportkosten von der Schule \u00fcbernommen werden m\u00fcssen. Der Aufwand lohnt sich erfahrungsgem\u00e4\u00df aber immer, vor allem dann, wenn die Ausstellung im Schulhaus nicht sich selbst \u00fcberlassen wird, sondern wenn vom Fach Geographie organisierte F\u00fchrungen angeboten und durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p><b>Aktuelle Ereignisse oder: Die \u00dcberwindung der Betroffenheit<\/b><\/p>\n<p>Schlie\u00dflich sollte es das Fach Geographie sein, das &#8211; auch in Zusammenarbeit mit anderen F\u00e4chern &#8211; aktuelle Ereignisse erheblicher Bedeutung anhand von Karten, Texten und aktuellen Zeitungsausschnitten erl\u00e4utert. Damit k\u00f6nnte es gelingen, bei bestimmten Ereignissen die \u201eBetroffenheit\u201c zu umgehen, wie sie bei Naturkatastrophen\u00a0 oder beispielsweise beim Ausbruch des Irak-Krieges im M\u00e4rz 2003 von vielen Sch\u00fclern festgestellt und m\u00f6glicherweise auch von Seiten nicht-geographischen Unterrichts erzeugt werden sollte.<\/p>\n<p>\u201eBetroffenheit\u201c geh\u00f6rt zu einer Gruppe von Kategorien, die vermeintlich \u00dcbereinkunft in der didaktischen Diskussion \u00fcber Unterricht von heute sind und die Giesecke unter der \u00dcberschrift \u201eDidaktischer Subjektivismus\u201c subsummiert hat: Handlungsorientierung, Verkopfung, F\u00e4cherintegration, Soziales Lernen, Sch\u00fclerorientierung u.a. (vgl. Giesecke 1996, S. 247 ff.) .<\/p>\n<p>Wer nur mit dem Gef\u00fchl seines Betroffenseins \u201eurteilt\u201c, hat \u00fcberhaupt kein sachlich begr\u00fcndetes Urteil, sondern folgt eben seinem Gef\u00fchl, das sich in \u00dcbereinstimmung oder auch nicht mit einem Vorgang in der Welt befindet und dementsprechend reagiert: positiv bei \u00dcbereinstimmung, negativ bei Abweichung. (&#8230;) Sch\u00fcler reproduzieren in ihrer Betroffenheit nichts weiter, als was sie ohnehin im Herzen und im Kopf haben. Ein Fortschritt im Erkenntnisprozess, im Begreifen eines Vorgangs, durch den sie betroffen gemacht wurden, wird deshalb mit Unterrichtsprojekten, die auf Betroffenheit zielen, nicht geleistet. Das ist aber auch gar nicht intendiert. Vielmehr wird direkt auf eine Verhaltens\u00e4nderung gezielt, die sich durch Einf\u00fchlung und mehr Verst\u00e4ndnis haben f\u00fcr die Lage von Benachteiligungen einstellen soll. (Gutte in Giesecke 1996, S. 252).<\/p>\n<p>Der Geographieunterricht k\u00f6nnte damit die eigentlich von Anfang an\u00a0 gebotene Sachlichkeit der Darstellung zur Geltung kommen lassen. Eigent\u00fcmlich ist allerdings, dass es vorkommt, dass sich die Sch\u00fcler ihre Subjektivit\u00e4t, wie sie in \u201eBetroffenheit\u201c deutlich wird, nicht nehmen lassen wollen.<\/p>\n<p>Nachdem sich die SMV nicht dazu in der Lage gesehen hatte, zu der anl\u00e4sslich des Valentinstages mitten im Winter\u00a0 vorgesehenen Rosen-Verschenk-Aktion Blumen zu organisieren, die ihren g\u00fcnstigen Einkaufspreis nicht der \u00f6kologisch und sozial sch\u00e4dlichen\u00a0 Produktion in einem tropischen Land verdanken, schlug der Geographielehrer seinen Siebtkl\u00e4sslern vor, doch wenigstens in einer Ausstellung auf die Problematik hinzuweisen. Sie lehnten protestierend ab: \u201eSie wollen uns auch alles kaputt machen!\u201c<\/p>\n<p><b>Literatur:<\/b><\/p>\n<p>Adam, Karl (2002): Die deutsche Bildungsmisere. PISA und die Folgen. (Berlin, M\u00fcnchen).<\/p>\n<p>Bayerwaltes, Marga (2002): Gro\u00dfe Pause! Nachdenken \u00fcber Schule. (M\u00fcnchen.); Giesecke, Hermann, 1996; Wozu ist die Schule da? Die neue Rolle von Eltern und Lehrern. (Stuttgart.).<\/p>\n<p>Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD (Hrsg.), (2002): Bildung auf einen Blick. OECD-Indikatoren 2002. (Paris.).<\/p>\n<p>Schwab, Hans-R\u00fcdiger (1997): Philipp Melanchthon. der Lehrer Deutschlands. Ein biographisches Lesebuch. 2. Aufl., M\u00fcnchen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Aus: Schallhorn, Eberhard (Hrsg.): Erdkunde-Diadaktik. Praxishandbuch f\u00fcr die Sekundarstufe I und II. Berlin 2004, S. 34-43.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>\u00a0<\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>\u00a0<\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 \u00a9 Eberhard Schallhorn Auch wenn unsere Sch\u00fcler alt werden, erinnert sich niemand seiner Lehrer, wie denn das Ged\u00e4chtnis der Wohltaten ohnehin nicht lange zu dauern pflegt; manche lohnen mit&hellip; <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[13],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.schallhorn.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/240"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.schallhorn.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.schallhorn.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schallhorn.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schallhorn.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=240"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.schallhorn.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/240\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":243,"href":"https:\/\/www.schallhorn.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/240\/revisions\/243"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.schallhorn.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=240"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schallhorn.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=240"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schallhorn.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=240"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}